Rezension: Graeme Simsion – Der Rosie-Effekt *****

Nachdem „Das Rosie-Projekt“ und die damit verbundene Suche nach einer geeigneten Ehefrau erfolgreich abgeschlossen ist, werden die Probleme für Don Tilman nicht weniger. Don, hochintelligent, Genetikprofessor, und für die normale Welt nicht geschaffen, wird Vater. Gewohnt wissenschaftlich und effizient nähert er sich dem menschlichen Reproduktionsprozess. Seine Recherche führt ihn auf einen New Yorker Spielplatz und damit direkt in Polizeigewahrsam. Nachdem er überzeugend erklärt hat, dass er kein Kinderschänder ist, assistiert er bei der Geburt eines Kalbs, um für den großen Tag der Geburt, gut vorbereitet zu sein. Völlig eingenommen von dieser Forschungsarbeit droht seine Beziehung zu Rosie jedoch zu zerbrechen.

Meiner Meinung nach gibt es nur wenige Fortsetzungen, die fast nahtlos an ihren ersten Teil anknüpfen. Don und Rosie sind noch genauso sympathisch, verrückt und unterhaltsam. Und auch Dons bester Freund Gene sorgt wieder für einigen Wirbel. Wer sympathisch schräge Charaktere mag, sollte unbedingt „Das Rosie–Projekt“ und danach  „Der Rosie-Effekt“ lesen.

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Rezension: Graeme Simsion – Das Rosie-Projekt *****

Don Tillman, 39 Jahre alt, hochintelligent, sportlich, Genetikprofessor, hat für alles im Leben einen genauen Plan: Sport, Nahrungszubereitung und- aufnahme, Partnerwahl – keine Überraschungen. Um die Effektivität bei der Partnersuche zu erhöhen, hat er einen 16-seitigen Fragebogen erarbeitet. Doch dann trifft er auf Rosie, die ihn, als Genetiker, um Hilfe bei der Suche nach ihrem biologischen Vater bittet. Als Partnerin entspricht sie keiner der Kriterien, doch sie löst etwas vollkommen Neues in ihm aus: Gefühle. Damit muss er erstmal zurechtkommen.

Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, dass mich so amüsiert hat. Don ist unfreiwillig lustig und tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Gleichzeitig ist er aber auch unerwartet erfolgreich durch sein Anderssein. Trotz aller Komik gewinnt man einen guten Einblick in seine Welt und versteht, dass es für ihn nicht immer einfach ist, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen, Sarkasmus zu verstehen, Mimik zu lesen, Gesprächspartner überhaupt anzusehen oder nicht zu lange anzustarren. All das muss er mühevoll auswendig lernen, weil ihm das Gespür dafür fehlt. Sheldon Cooper und er würden sich bestimmt gut verstehen 🙂

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