Rezension: Ann Brashares – Eine für vier ****

Als ich ganz begeistert den Roman Unser letzter Sommer von Ann Brashares las, war ich gespannt welche weiteren Bücher von der Autorin stammen. Überrascht hat mich, dass sie die Mädchenbuchreihe Eine für vier (The Sisterhood of the Traveling Pants) geschrieben hatte. Den Film mit Alexis Bledel und Blake Lively hatte ich gefühlt schon 1000 Mal gesehen, doch das Buch stand seit Jahren ungelesen in meinem Bücherregal. Wahrscheinlich haben mich der deutsche Titel und die grauenhafte Jeans auf dem Cover bisher abgehalten. Also nichts wie ran.

Der erste Satz des Prologs lautete: „Es war einmal eine Hose“. Na das konnte ja heiter werden… Auch die grauenhafte Übersetzung typisch amerikanischer Redewendungen machte es nicht besser. Erst mit dem Wechsel der Erzählperspektive ab dem ersten Kapitel wurde es besser. Die Geschichten um die vier Mädchen, die zum ersten Mal den Sommer getrennt von einander verbringen sollten, entsponnen sich sehr schnell. Bridget, fährt in ein Fußballcamp und verliebt sich Hals über Kopf in einen Betreuer. Carmen hatte sich die Ferien mit ihrem Vater anders vorgestellt. Statt gemeinsame Zeit nachzuholen, präsentiert er ihr seine neue Vorzeigefamilie und sie fühlt sich ausgeschlossen. Lena verbringt die Zeit bei ihren Großeltern in Griechenland und verdreht Kostos den Kopf. Nur Tibby bleibt zu Hause und lernt ein Mädchen im Supermarkt kennen, das durch ihr Schicksal Tibbys Blick auf die Welt geraderückt.

Auch wenn ich beim Lesen die Schauspieler und Filmszenen vor Augen hatte, gefiel mir das Buch sehr gut. Es handelt von typischen Mädchenproblemen wie erste Küsse, Scheidung der Eltern und hält doch auch für erwachsene Mädchen ein paar Lebensweisheiten bereit.

Bildquelle: Verlagsgruppe Random House GmbH

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Rezension: Jenny Han – To all the boys I’ve loved before ****

Dieses Buch habe ich im Flieger auf einer Dienstreise gelesen. Neben mir saßen zwei Frauen, die ebenfalls gelesen haben. Eine der beiden fand den Anblick, wie wir unsere Bücher und einen eReader auf dem Schoß hatten, so witzig, dass sie davon ein Foto gemacht hat. Aber auch abgesehen von diesem schönen Moment, habe ich das Buch über die drei Schwestern Margot, Kitty und die Ich-Erzählerin, Lara Jean, in vollen Zügen genossen.

Die Mädchen leben nach dem Tod der Mutter mit ihrem Vater allein in den USA. Deshalb trifft es sie besonders hart, als die Älteste von ihnen auf die Uni nach Schottland – ans andere Ende der Welt – geht. Vorher trennt sie sich allerdings von ihrem Freund Josh, der direkt nebenan wohnt und schon fast zur Familie gehört.

Aber auch Lara Jeans Liebesleben wird durcheinander gewirbelt. Nicht nur dass sie Gefühle für Josh hat, auch ihre intimsten Geheimnisse kommen ans Licht: Jedes Mal wenn sie heimlich verliebt ist, schreibt sie an den Jungen einen Abschieds-Liebesbrief um mit der Sache abzuschließen. Diese Briefe packt sie in ihre geheime Hutschachtel. Eines Tages sind die Briefe plötzlich nicht mehr in der Schachtel, sondern in den Briefkästen der Jungen.

Mein absoluter Liebling des Romans war allerdings nicht die Hauptprotagonistin Lara Jean, sondern ihre 9jährige Schwester Kitty. Sie ist frech, witzig, manchmal altklug und einfach nur süß. Auch die enge Bindung der Schwestern wurde wunderbar tiefgründig gezeichnet. Die Jungs spielen zum Glück nur eine Nebenrolle 🙂

Den Nachfolgeroman P.S. I still love you gibt es schon auf Englisch. Die deutsche Übersetzung erscheint 2017.

Bildquelle: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG