Rezension: Graeme Simsion – Der Rosie-Effekt *****

Nachdem „Das Rosie-Projekt“ und die damit verbundene Suche nach einer geeigneten Ehefrau erfolgreich abgeschlossen ist, werden die Probleme für Don Tilman nicht weniger. Don, hochintelligent, Genetikprofessor, und für die normale Welt nicht geschaffen, wird Vater. Gewohnt wissenschaftlich und effizient nähert er sich dem menschlichen Reproduktionsprozess. Seine Recherche führt ihn auf einen New Yorker Spielplatz und damit direkt in Polizeigewahrsam. Nachdem er überzeugend erklärt hat, dass er kein Kinderschänder ist, assistiert er bei der Geburt eines Kalbs, um für den großen Tag der Geburt, gut vorbereitet zu sein. Völlig eingenommen von dieser Forschungsarbeit droht seine Beziehung zu Rosie jedoch zu zerbrechen.

Meiner Meinung nach gibt es nur wenige Fortsetzungen, die fast nahtlos an ihren ersten Teil anknüpfen. Don und Rosie sind noch genauso sympathisch, verrückt und unterhaltsam. Und auch Dons bester Freund Gene sorgt wieder für einigen Wirbel. Wer sympathisch schräge Charaktere mag, sollte unbedingt „Das Rosie–Projekt“ und danach  „Der Rosie-Effekt“ lesen.

Bildquelle: S. FISCHER Verlag GmbH

Bücherschnack – Sommerklassiker

Es gibt Bücher, die liest man faul in der Sonne einfach so weg. Man hat ein paar vergnügliche Lesestunden mit ihnen und danach sind sie vergessen. Sommerflirts sozusagen 🙂 Und dann gibt es diese ewigen Sommerlieben, Bücher auf die man – sobald die Temperaturen steigen – wieder Lust bekommt. Bücher in die man sich jedes Jahr aufs Neue verliebt. Bei mir sind das:

Kurt Tucholsky – Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte

In der Erzählung aus dem Jahr 1912 verbringt das junge, unverheiratete Paar Claire und Wolfgang aus Berlin ein Wochenende im brandenburgischen Rheinsberg. Getarnt als Ehepaar verbringen sie ein paar aufregende Tage fern vom grauen Berliner Alltag und nehmen auf spritzig, ironische Weise die Spießigkeit der damaligen Zeit aufs Korn.

Truman Capote – Sommer Crossing

Auf Deutsch „Sommerdiebe“ wurde erst im Jahr 2005, nach Capotes Tod, veröffentlicht. Der Roman spielt in New York City in den 1940er Jahren. Die 17-jährige Grady, aus reichem Elternhaus, verbringt den Sommer allein in Manhattan, da ihre Eltern sich auf einer Schiffsreise in Europa befinden. Zufällig lernt sie den 23-jährigen Clyde, Parkplatzwächter aus einer einfachen Arbeiterfamilie in Brooklyn, kennen. Beide verlieben sich Hals über Kopf und verbringen einen aufregenden Sommer.

Elizabeth von Arnim – Verzauberter April

Vier Londoner Damen teilen sich in den 1920ern aus Kostengründen ein Ferienhaus in der Toskana. Mit viel Charme, Witz und Leichtigkeit verfolgt man was das Flair der Toskana mit ihnen anstellt. Da spielt es auch keine Rolle, dass der Roman im April spielt. Sommerstimmung ist hier garantiert. Meine Rezension dazu gibt’s hier.

 

Bildquellen: Rowohlt Verlag, Pinguin Random House