J. Courtney Sullivan – Sommer in Maine ***

In dieser luftig leichten Familiensaga verbringen die Kellehers die Sommerferien wie jedes Jahr in ihrem Ferienhaus am Stand in Maine. Wenn vier Frauen aus drei Generationen aufeinander treffen, ist Streit meist vorprogrammiert. Abwechselnd widmen sich die Kapitel jeder Frau und erzählen ihre Geschichte. Nach und nach versteht man welche Erfahrungen sie geprägt haben und warum jede von ihnen so ist wie sie ist. Da gibt es Alice, die Großmutter und das Oberhaupt der Familie, die sich seit Jahren für den Tod ihrer Schwester verantwortlich fühlt. Alice‘ Tochter Kathleen lebt zum Ärger ihrer Mutter mit einem Althippie auf einer Wurmfarm in Kalifornien. Kathleens Tochter Maggie wiederum ist ungewollt schwanger und hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Alice‘ Schwiegertochter Ann Marie bemüht sich es allen recht zu machen und den Schein einer perfekten Ehe zu wahren. Doch auch bei ihr ist nichts wie es scheint.

Der Roman beschäftigt sich auf einfühlsame Weise mit der Frage inwiefern man innerhalb der Familie aufeinander zugehen sollte ohne sich selbst zu verbiegen. Allerdings kam meiner Meinung nach die Auseinandersetzung ein bisschen zu kurz. Etwas mehr Drama hätte den 528 Seiten mehr Spannung verliehen.

Da ich selbst ein Jahr in Neuengland gelebt habe, hatte ich beim Lesen die wunderbare Landschaft und das Meer direkt vor Augen. Dank dieser wunderschönen Erinnerungen freue ich mich umso mehr auf den kommenden Sommer.

Bildquelle: Berlin Verlag

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